
TMT 15® zur Schwermetallfällung
In zahlreichen Industriezweigen und -anwendungen ist der Einsatz von
Schwermetallen unabdingbar. Ein Problem, denn einmal in Lösung gebracht,
wirken sie toxisch auf Mensch und Umwelt. Für die Konzentration an
Schwermetallen in Abwässern (wie auch der Abluft) gelten strenge
Grenzwerte.
Zur Einhaltung dieser Richtlinien werden Schwermetalle üblicherweise
durch die Neutralisation des Abwassers mit Natronlauge oder Kalkmilch
als schwerlösliche Hydroxide ausgefällt und abgetrennt. Diese
Methode versagt jedoch häufig, wenn sogenannte Komplexbildner im
Abwasser enthalten sind, die die Hydroxidfällung beeinträchtigen
oder sogar komplett verhindern. Die Folge ist, dass die Schwermetallgrenzwerte
nicht eingehalten werden können.
Das Organosulfid TMT 15 reagiert
mit Schwermetallen wie z.B. Blei, Cadmium, Kupfer, Nickel, Quecksilber
und Silber zu sehr stabilen , nahezu unlöslichen Schwermetall-TMT-Verbindungen.
Durch die Zugabe von geringen
Menge an TMT 15 werden auch dann gute Ergebnisse erzielt, wenn die
Hydroxidfällung keine oder eine nur unzureichende Wirkung zeigt.
Üblicherweise wird TMT 15 im neutralen bis schwach alkalischen pH-Bereich
angewendet. Es bildet sich ein Feststoff, der leicht abgetrennt werden
kann.
Neben dem bewährten Einsatz in Abwasserbehandlungsanlagen kann auch
durch die Zugabe von TMT 15 in die alkalischen Wäscher von Verbrennungsanlagen
die Quecksilber Emission im Reingas verringert werden. Das Quecksilber wird dabei im Wäscher
als Hg-TMT-Verbindung gebunden und somit die Reduktion zu leicht flüchtigem,
metallischem Hg verhindert. |